NOVEMBER 2016 KÖNIZER ZEITUNG DER SENSETALERREGION9Ruedi Flückiger ist neuer PräsidentDer Förderverein Region Gantrisch prüft seine StrukturenPLAFFEIEN – Der Förder-verein Region Gantrisch (FRG) hat einen neuen Präsidenten: Ruedi Flücki-ger aus Schwarzenburg. An der Mitgliederversammlung (MV) wurden weitere neue Vorstandsmitglieder gewählt und über den Strukturwan-del im Förderverein infor-miert. Zum ersten Mal fand die MV vom FRG im freiburgischen Teil des Naturparks statt. Es knisterte bereits zu Beginn der Versamm-lung in allen Ecken. Die Gesamt-erneuerungswahl des Vorstandes stand bevor. Präsident Hans Ueli Mani und Vizepräsident Markus Sohn haben beide auf Ende der Amtszeit demissioniert. Ein neu-er Präsident soll gewählt werden. Der Vorstand schlug im Vorfeld zwei Kandidaten zur Wahl vor, aufgrund dessen sogar ein Antrag auf geheime Wahl gestellt wur-de. Doch Nicolas Bürgisser aus Giffers (FR), Oberamtmann des Sensebezirks und Mitglied des Beirates FRG, zog zwei Tage vor der Wahl überraschenderweise seine Kandidatur zurück. Damit stand nur noch eine Person für das Präsidium zur Abstimmung, und die Versammlung entschied sich für eine offene Wahl. Mit 407 von insgesamt 422 Stim-men wurde Ruedi Flückiger aus Schwarzenburg, Geschäftsleiter des Kaufmännischen Verbandes Bern und bereits Mitglied des Vorstandes FRG, gewählt. Strukturüberprüfungen FRGIm vergangenen Jahr hat der FRG mit externer Unterstützung seine Strukturen unter die Lupe ge-nommen. Im Wesentlichen wird die ganze Organisation in drei de- nierte Handelsfelder unterteilt. 1. «Eigentümer-Strategie»: Die Gemeinden als Auftraggeber des Parks sollen de nieren, was sie vom Park erwarten und welche Anliegen realisier- und nanzier-bar sind. 2. «Strategisches Hand-lungsfeld»: Markenbild, Kom-munikation und Wertschöpfung (Eigenwirtschaftlichkeit). 3. «Or-ganisatorisches Handlungsfeld»: Organisationsstruktur, Führung, Rollen, Prozesse und Projektor-ganisation. In der neuen Organi-sationsstruktur sind die strategi-sche und die operative Ebene klar getrennt. Die vielen Arbeitsgrup-pen werden neu in vier Bereiche eingeteilt: «Kommunikation und Raum», «Wirtschaft», «Natur & Landschaft» und «Gesellschaft». Mit dieser Umstrukturierung sollen Synergien besser genutzt werden können. Ab 2017 startet die Pilotorganisation. Anhand der Ereignisse im Verlauf des Pi-lotversuches werden die Statuten angepasst, über die im Herbst 2017 abgestimmt werden muss.Suzie Mischler-WeberRuedi Flückiger, Schwarzenburg, neuer Präsident Förderverein Region Gant-risch ab 1.1.2017 | Foto: MISGesamterneuerungswahlen Vorstand 2017–2020Subregion «Unteres Gürbetal» Beni Marti, Belp neuSubregion «Längenberg» Hansruedi Schweizer, Niedermuhlern neuSubregion «Unteres Schwarzenburgerland» Martin Haller, Schwarzenburg neuSubregion «Freiburger Gemeinden» Vakant bis Frühjahr 2017Sitz «Wirtschafts- und Gewerbeverbände» Kurt Stauffer, Rüeggisberg neuSubregion «Seegemeinden» Franziska Stucki-Oswald, Gerzensee bisherSubregion «Oberes Gürbetal» Peter Hänni, Wattenwil bisherSubregion «Oberes Schwarzenburg» Hanspeter Schneider, Riffenmatt bisherLandwirtschaftsverbände Heinz Engeloch, Wattenwil bisherNatur- und Heimatschutzverbände Ursula Hostettler, Lanzenhäusern bisherTourismus-Verbände Adolf Kaeser, Plaffeien bisherKirchen Ulrich Müller, Schwarzenburg bisherWeitere Infos:01.12.2016 Online-Adventskalender advent.gantrisch.ch22.03.2017 Frühjahrs-Mitgliederversammlung 2017 Wislisau20.08.2017 Tag der offenen Tür im Parkzentrum Schwarzenburgwww.gantrisch.chDer erfolgreiche Weg zu besseren Noten:Einzelnachhilfe – zu Hause –für Schüler, Lehrlinge, Erwachsenedurch erfahrene Nachhilfelehrer in allen Fächern.Für alle Jahrgangsstufen.Telefon 031 311 90 40www.abacus-nachhilfe.chDer erfolgreiche Weg zu besseren Noten:Einzelnachhilfe – zu Hause –für Schüler, Lehrlinge, Erwachsenedurch erfahrene Nachhilfelehrer in allen Fächern.Für alle Jahrgangsstufen.Telefon 031 311 90 40www.abacus-nachhilfe.chBreitenrainplatz 26 • 3014 Bern • Tel. 031 331 96 77www.grotto-ticino.chSaisongerecht, frisch und authentisch!Geniessen sie unsere Tessiner und Italienischen Spezialitäten7 Tage geöffnetDurchgehend warme Küche und Pizza.Familie S. + D. CafieroWenn wir älter werden…Hilfe im Haushalt, Betreuung und Begleitung, Beratung für Betroffene und Angehörige.Team Sunneschyn Region Bern Tel. 031 335 18 19Pilotprojekt ökologische Infrastruktur im Naturpark GantrischSeit diesem Jahr läuft in den Schweizer Naturpärken ein Pi-lotprojekt des Bundes. Hinter-grund ist die sogenannte «Stra-tegie Biodiversität Schweiz». Diese hat sich u.a. den Aufbau einer landesweiten ökologi-schen Infrastruktur zum Ziel gesetzt. Da die Komplexität dieses Projekts bereits beim Namen beginnt, zu-erst eine kurze Begriffserklärung: Wir Menschen sind auf Infrastruk-tur wie Häuser, Strassen, Felder und Wälder angewiesen und genau so sind auch Tiere und Pflanzen auf gesunde Lebensräume und eine funktionierende Infrastruktur an-gewiesen. Sie brauchen einen ge-eigneten Unterschlupf, genügend Nahrung und die Möglichkeit, sich mit nicht-verwandten Artgenossen zu paaren. Diese Voraussetzungen sind dann erfüllt, wenn intakte und vielfältige Lebensräume er-halten bleiben und ganz wichtig, diese untereinander vernetzt sind. Um der Natur diese Infrastruktur bieten zu können, ist ein gewisser Aufwand unsererseits nötig, wel-cher teilweise auch mit Verzicht einhergeht. Dies wirft berechtig-terweise die Frage auf, welchen Nutzen wir davon haben. Gesunde Ökosysteme bieten uns sauberes Trinkwasser, nährstoffreiche Bö-den und bilden ein Reservoir an genetischen Ressourcen, die für den Fortbestand und die Stabilität unserer Ökosysteme nötig sind. Gerade in der heutigen Zeit, in der der Klimawandel und invasive Arten dieses natürliche Gleichge-wicht zum Schwanken bringen, ist ein vielfältiges und somit robustes Ökosystem von grösster Wichtig-keit. Damit auch kommende Ge-nerationen weiterhin von diesen unschätzbar wertvollen Leistun-gen profitieren können, die uns die Natur gratis zur Verfügung stellt, hat es sich die Schweiz zum Ziel gesetzt, im ganzen Land eine funktionierende, ökologische Inf-rastruktur sicherzustellen. Bevor dieses komplexe Vorhaben aber landesweit in Angriff genommen wird, startete Anfang dieses Jah-res eine Pilotphase in den Schwei-zer Naturpärken. Was bedeutet dies für den Naturpark Gant-risch und wo stehen wir im Moment?In einer ersten Phase wird eine sogenannte Ist-Analyse durchge-führt. Als Basis dienen dabei be-reits vorhandene Daten über Ver-netzungsprojekte, Schutzgebiete, Fundmeldungen usw. Zusätzlich wurden vereinzelt noch vertiefte Analysen durchgeführt. Das Ziel ist nun, bis Ende 2016 eine Übersicht über die vorhan-dene ökologische Infrastruktur im Perimeter des Naturparks Gant-risch zu erhalten. In einem nächs-ten Schritt wird der gewünsch-te Soll-Zustand definiert. Klar kommt hier die Befürchtung auf, dass grosse Defizite entdeckt wer-den, die zur Ausscheidung neuer Schutzgebiete und höheren Anfor-derungen an Bewirtschafter usw. führen könnten. Für den Perime-ter im Naturpark Gantrisch kann aber bereits jetzt Entwarnung ge-geben werden, denn mit grosser Freude stellten wir nach ersten PUBLINEWS Auswertungen fest, dass im Natur-park bereits ein hohes Niveau an Lebensraumqualität und Vernet-zung besteht. Dies ist die Bestäti-gung, dass sich der unermüdliche Einsatz der Landwirte und freiwil-ligen Helfer mit Unterstützung des Naturparks in den letzten Jahren g elohnt hat. Im Vergleich zu anderen Regionen stehen wir bereits sehr gut da. Für den Park und die Region heisst das, dass keine neue Infrastruktur geschaf-fen werden muss, um die Vorgaben von Bund und Kanton zu erfüllen, sondern einzig Bestehendes noch verbessert werden kann. Diese motivierenden Resultate lässt das Projektteam des Naturparks beim Bund einfliessen, um die hervorra-genden Arbeiten im Parkperimeter weiterhin als Best-Practice-Bei-spiel zeigen zu können.Bau eines Steinhaufens als Rückzugsort für Wiesel.
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