KÖNIZER ZEITUNG FEBRUAR 2017DER SENSETALER GEMEINDE KÖNIZ18Könizer sagen dreimal jaKredite für Schulhäuser und Initiative angenommenKÖNIZ – Die Stimmbe-rechtigten der Gemeinde Köniz haben am Wochen-ende die drei kommunalen Abstimmungsvorlagen gutgeheissen: die beiden Kredite für die Erweiterung der Schulanlage Liebefeld Hessgut und für die Erwei-terung und Sanierung der Schulanlage Spiegel sowie der Gegenvorschlag zur In-itiative «Bezahlbar wohnen in Köniz».Mit 7315 Ja- zu 5637 Nein-Stim-men haben die Könizer Stimm-berechtigten den Gegenvorschlag des Gemeinderats zur Initiative «Bezahlbar Wohnen in Köniz» angenommen. Die Vorlage ver-p ichtet die Gemeinde, sich für die Erstellung und den Erhalt preisgünstiger Mietwohnungen einzusetzen. So muss beim Er-lass von Nutzungsplänen, die zu einer bedeutend höheren Aus-nutzung führen, unter bestimm-ten Voraussetzungen ein Anteil an preisgünstigem Wohnraum realisiert werden. Weiter sind geeignete Grundstücke im Bau-recht an gemeinnützige Wohn-bauträger abzugeben oder diese sind bei der Landbeschaffung zu unterstützen. Während die Geg-ner die Niederlage zur Kenntnis nahmen, zeigte sich die SP sehr erfreut über den Abstimmungser-folg. «Die SP ist überzeugt, dass ein attraktives Angebot an be-zahlbaren Wohnungen auch eine dämpfende Wirkung auf die orts-üblichen Mieten haben wird und somit nicht nur die Mieterinnen und Mieter der neuen, sondern auch jene der bestehenden Woh-nungen von diesem Ja pro tieren werden», schreibt die Partei in einer Mitteilung. Christian Roth, SP-Gemeindeparlamentarier und Mitglied des Initiativkomitees, sagt dazu: «Das Ja ermöglicht es, in der Gemeinde Köniz die Wohnbaupolitik weiter zu entwi-ckeln und das Wohnungsangebot mit Hilfe von gemeinnützigen Wohnbauträgern im preisgünsti-gen Segment nachhaltig auszu-bauen und zu vergrössern.»Ebenfalls mit 11'844 Ja- zu 1342 Nein-Stimmen gutgeheissen wur-de der Kredit von 8,58 Millionen Franken für die Erweiterung der Schulanlage Liebefeld Hessgut. Baustart für den neuen Klassen-trakt ist bereits im Frühjahr 2017, der Bezug soll im August 2018 erfolgen. Nach Bezug der neuen Räume können die notwendigen Anpassungen und Renovationen in der bestehenden Schulanlage realisiert werden.Auch die Schulanlage Spiegel wird erweitert und saniert: mit 10'883 Ja- zu 2236 Nein-Stim-men wurde der Kredit von 19,8 Millionen Franken angenommen. Die erste Etappe mit dem Er-satzneubau an der Spiegelstrasse ist für die Jahre 2018 und 2019 mit Baustart im Sommer 2018 geplant. Die Sanierung der Aula kann bereits im laufenden Jahr ohne grosse Beeinträchtigungen realisiert werden. Anschliessend an den Neubau des Klassentrak-tes werden die beiden verblei-benden Schultrakte im Jahrestakt saniert. Die Arbeiten sollten in-klusive der Turnhallen-Renovati-on bis zum Sommer 2021 abge-schlossen werden. PDSIT&SLEEP Niederwangen im Fust-Center Niederwangen www.sitandsleep.ch Tel. 031 981 17 42 www.sitandsleep.ch >>Das Boxspringbett Vega aus reinen Naturmaterialien.Sonderangebot inkl. 100% Naturlatexmatratze160 x 200 cm für CHF 2800.—180 x 200 cm für CHF 3200.—>> SALE – SONDERVERKAUF>> Sofa Saddler N° 6CHF 1990.– statt CHF 3260.—Restleder / Solange Vorrat SIT&SLEEP Niederwangen im Fust-Center Niederwangen, www.sitandsleep.ch, Tel. 031 981 17 42 www.sitandsleep.chVom 27.02 bis 4. März 2017 wegen Umbau geschlossen. Besuchen Sie unseren neuen Showroom ab Dienstag, 7. März 2017. 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Der Begriff WKK (Wärme-kraft-Kopplung) steht für Heizun-gen, die Wärme und gleichzeitig Strom produzieren. Vereinfacht gesagt wird mit einem Motor Strom erzeugt und die dabei entstehende Abwärme zum Hei-zen «verwertet». Neu ist diese Technologie nicht. Bereits vor 200 Jahren wurde der erste Stir-ling-Motor gebaut. Grosse Anla-gen sind heute in Gewerbezonen und in Siedlungen im Einsatz. Stromproduzierende Heizun-gen für einzelne Häuser ha-ben sich auf dem Markt bis-her jedoch kaum durchgesetzt. Die Betonung liegt auf noch. Denn geht es nach Experten der Rudolf Schmid AG und der Kli-mastiftung Schweiz, könnte der vorgeführte Prototyp den Durch-bruch bedeuten.Stromproduktion verdoppeltDie patentierte Er ndung soll bisherige Technologien wie Wär-mepumpen und Solarenergie er-gänzen und vor allem im Winter eingesetzt werden, da dann der Stromverbrauch am höchsten ist. Erschwerend kommt hinzu, dass in den kalten Monaten kaum Sola-renergie gewonnen werden kann, wodurch sich der Engpass in der Versorgung von Schweizer Strom zusätzlich verschärft. «Eine Hei-zung, die auch Strom erzeugt, kann die Lücke schliessen», ist der Genfer Ingenieur Jean-Pier-re Budliger überzeugt. Gemein-sam mit der Rudolf Schmid AG hat er sich mehr als zehn Jahre mit der Entwicklung der Mikro-WKK-Anlage beschäftigt. Das Problem bisheriger Kleinan-lagen ist ihre Ef zienz. Um diese zu verbessern, mussten die For-scher einen Weg nden, um den Wirkungsgrad beim Strom zu er-höhen. Dies ist ihnen gelungen: «Entstanden ist eine Anlage, die doppelt so viel Strom wie bishe-rige Heizungen dieser Art produ-ziert», erklärte Budliger an der Präsentation. «Zudem braucht die Anlage wenig Wartung und den Schadstoffausstoss konnten wir auf das Niveau einer norma-len Gasheizung senken.» «In der kombinierten Produkti-on von Wärme und Strom liegt ein grosses Potenzial für die Zukunft», bekräftigte Vincent Eckert, Geschäftsführer der «Klimastiftung Schweiz». Diese unterstützt die Entwicklung der neuen Technologie seit fünf Jah-ren mit insgesamt 180'000 Fran-ken. Produzieren wird die Firma die Anlagen nicht selbst. Derzeit ver-handelt sie mit Heizungsherstel-lern, die ein Produkt mit dieser Technologie auf den Markt brin-gen möchten. Yvonne Mühlematter INFO: www.stirling.chStromproduzierende Heizungen«Bisher verbrennen wir Öl zum Hei-zen. Die Energie des Öls wird in der Form von Wärme aber nicht optimal genutzt. Gleichzeitig verbrauchen wir Brennstoffe, um Strom herzu-stellen. Dabei entsteht Wärme als Abfallprodukt. Herkömmliche Ben-zinmotoren haben einen Wirkungs-grad von nur knapp 30 Prozent. Der Rest der Energie geht verloren. Wenn wir den Bedarf an Wärme und Strom verbinden, entsteht fast kein Verlust. Wärme, die bisher als Ab-fallprodukt bei der Stromproduktion entstanden ist, ist kein Abfall mehr, sondern kann dank der sogenannten «Cogeneration» genutzt werden», er-klärte Vincent Eckert, der überzeugt ist, dass in Zukunft jeder selbst Strom produzieren wird. Zu einem grossen Teil wird dies über Solarzel-len und «Cogeneration» geschehen. Der Begriff «Cogeneration» bezeichnet die Verbindung von Wärme und Strom. Bisher gibt es dazu mehrere Mög-lichkeiten:Mit Gasverbrennungsmotoren wird Strom erzeugt und die Abwärme ge-nutzt. Für einzelne Häuser ist das aber zu laut, der Wartungsaufwand ist zu gross und die Abgase sind ein Problem. Neuerdings kommen Brenn-stoffzellen dazu. Sie generieren mehr Strom, sind sauberer, aber auch teuer und anspruchsvoll in der Handhabung. Die dritte Möglichkeit ist der Stir-ling-Motor. Bisher gab es aber keinen effi zienten und wartungsarmen Stir-lingmotor für die Wärme-Kraft-Kopp-lung. Mit dem Prototyp der Rudolf Schmid AG wurde zum ersten Mal ein wartungsarmer, zuverlässiger Motor hergestellt.Die stromproduzierende Mini-Heizung: eine Innovation im Heizungsmarkt. Fotos: zvgJean-Pierre Budliger.Rolf Schmid.
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